Liebe Leserinnen und Leser
Energiestädte setzen seit Jahren eine ambitionierte Klimaschutzpolitik um und leisten einen wertvollen Beitrag zur Erreichung der internationalen und nationalen Klimaziele. Das Label dient dabei der Qualitätskontrolle. Wichtiger als das Label selbst sind jedoch die Dienstleistungen, die Mitglieder vom Trägerverein Energiestadt erhalten: Dashboard, gute Beispiele anderer Energiestädte, aktuelle Informationen an Tagungen, …
Für die Erreichung der Klimaziele ist der Ausstieg aus dem fossilen Gas unabdingbar. Gas darf für die Wärmeversorgung künftig nur noch im Ausnahmefall genutzt werden. Denn es wird auch in Zukunft nicht genügend erneuerbares Gas zur Verfügung stehen, um diese Energiequelle grossräumig zu nutzen. Um die Wärmeversorgung zu dekarbonisieren, bauen Energiestädte – oft mit eigenen EVUs – thermische Netze auf und aus. Parallel dazu treiben sie die Stilllegung der Gasinfrastruktur voran. Dieser Transformationsprozess ist sehr kostenintensiv – städtische Werke investieren Beträge in Milliardenhöhe – und sehr anspruchsvoll. Auf der Gastagung von Energiestadt und vom SVKI am 5. Februar 2026 wurden die komplexen Fragen dieses Transformationsprozesses diskutiert. Im Newsletter zeigen die Städte Rheinfelden und Payerne zudem konkret auf, wie die Stilllegung eines Gasnetzes sorgfältig geplant werden muss, damit die Bevölkerung diese unterstützt. Dabei ist eine frühe, transparente und klare Kommunikation essenziell.
Ich wünsche Ihnen eine gute Lektüre, und vor allem viel Erfolg bei Ihrem Engagement auf dem Weg zu Netto-Null!
Daphné Rüfenacht
Leiterin Klima- und Energiepolitik beim Schweizerischen Städteverband und Mitglied des Vorstands Trägerverein Energiestadt
Alle Präsentationen der Gastagung finden Sie hier.