Sprunglinks

Klimaneutrale Wärmeversorgung: Strategische Weichenstellungen für gasversorgte Gemeinden

Die Transformation der Wärmeversorgung in der Schweiz hat deutlich an Dynamik gewonnen. Bereits heute werden rund 9 von 10 Heizungen durch erneuerbare Systeme ersetzt. Damit ist die Umstellung der Gasversorgung längst kein Zukunftsszenario mehr, sondern zu einer dringenden strategischen Aufgabe für Gemeinden, Energieversorgungsunternehmen und Kantone geworden. Mit dem Netto-Null-Ziel 2050 ist zudem ein klarer Zeithorizont für den Ausstieg aus fossilem Gas definiert. Gleichzeitig erhöhen weitere regulatorische Vorgaben – insbesondere die MuKEn 2025 – die Anforderungen an den Gebäudesektor und verstärken den Handlungsdruck zusätzlich.

Mit dem Umstieg auf Wärmepumpen und dem Ausbau von Fernwärmenetzen wird die Versorgungsdichte in den Gasnetzen künftig weiter abnehmen. Schon aus wirtschaftlichen Gründen ist es daher wichtig, Investitionen in bestehende Netze sorgfältig zu prüfen und den Rückbau von Gasinfrastrukturen frühzeitig zu planen. Ein proaktiver Rückbau kann langfristig Kosten senken und schafft Planungssicherheit für alle Beteiligten.

Gleichzeitig muss dieser Prozess eng mit dem Ausbau von Fernwärme, der Ertüchtigung der Stromnetze sowie mit anderen Werkleitungen koordiniert werden. Nur so lassen sich Tiefbauarbeiten effizient bündeln, Baustellen reduzieren und Kosten einsparen.

Den Gemeinden kommt dabei eine zentrale Koordinationsrolle zu: zwischen den verschiedenen Werken, den Energieversorgungsunternehmen und gegenüber der Bevölkerung. Eine frühzeitige und transparente Kommunikation ist entscheidend, um Akzeptanz zu schaffen und Planungssicherheit für Eigentümerinnen und Eigentümer beim Heizungsersatz zu gewährleisten.

Klar ist: Abwarten ist keine gute – und meist auch nicht die günstigste – Option. Wer frühzeitig plant und koordiniert, schafft die Grundlage für eine wirtschaftlich tragfähige und klimaneutrale Wärmeversorgung.

Neues aus dem Trägerverein

Nationaler Energiestadt-Tag 2026

Der diesjährige nationale Energiestadt-Tag findet am 12. Juni in der Energiestadt Gold Winterthur statt und widmet sich den Themen Klimaschutz und Klimaanpassung, die Hand in Hand gehen. 

Die Schweiz ist vom Klimawandel besonders stark betroffen: Gemäss den neuesten CH2025-Klimaszenarien hat sich das Klima bereits um rund 3 °C gegenüber der vorindustriellen Zeit erwärmt. Neben ambitionierten Klimaschutzzielen sind deshalb wirksame Anpassungsmassnahmen notwendig. Wie reagieren Bund, Kantone und Gemeinden auf diese Herausforderungen – und wie können Klimaschutz und Klimaanpassung gemeinsam vorangebracht und Synergien genutzt werden?

Nach dem offiziellen statutarischen Teil erwarten die Teilnehmenden spannende Referate zu diesen Fragen und Einblicke in aktuelle Strategien und Projekte aus der Praxis. Am Nachmittag wird das Thema in vier abwechslungsreichen Exkursionen greifbar: Vor Ort zeigen konkrete Beispiele, wie die Stadt Winterthur Klimaschutz und Klimaanpassung umsetzt – von innovativen Ansätzen bis zu bewährten Lösungen.

Zeit und Ort: 12. Juni 2026 von 9.15 Uhr – 15.30 Uhr, Casinotheater Winterthur

Jetzt anmelden!

6 Energiestadt Rezertifizierungen im März 2026

Fortgesetzte Energie für Energiestädte! An der Labelkommissionssitzung im März 2026 wurden sechs Energiestädte erfolgreich rezertifiziert. Wir gratulieren allen ausgezeichneten Energiestädten zu ihrem Engagement für eine nachhaltige Energie- und Klimapolitik.

Mehr Informationen finden Sie in den entsprechenden Medienmitteilungen

Beiträge von Partner:innen

Von Pilotgemeinden bei postfossilCities lernen

Im Rahmen eines Innovationsprojekts berichten wir von den Energiestädten Schaffhausen und Illnau-Effretikon, die mit uns das wissenschaftlich fundierte Simulationsspiel postfossilCities mit allen relevanten Akteuren am Tisch durchspielten. (Details)

Anmeldung zum unverbindlichen Webinar

Termine:

Freitag, 27. März 2026 11.00 – 11.45 Uhr

Dienstag, 14. April 2026 11.00 – 11.45 Uhr

Mittwoch, 29. April 2026 11.00 – 11.45 Uhr

Kontakt:

6. Stadtwerkekongress: Energie im Wandel

Der Stadtwerkekongress 2026 behandelt zentrale Fragen der Energiebranche – vom Stromabkommen über die Versorgungssicherheit bis zum Ziel Netto-Null. Er findet erstmals in der Romandie statt und fördert den Dialog zwischen den Sprachregionen. Internationale Expert:innen und kulturelle Beiträge bilden besondere Höhepunkte.

In einer Breakout-Session zeigen Daniel Keller (enersis Suisse AG) und Valentin Pfäffli (Energiestadt) das Netto-Null-Dashboard von Energiestadt für Gemeinden, Regionen und Kantone.

Termin: 24. April 2026, Lausanne 

Ticket kaufen!

Kurs: Einführung in die Raumplanung für Energiefachleute

Sie haben es beruflich mit Raumplanung zu tun und wünschen sich mehr Basis-Informationen? Dann besuchen Sie den Einführungskurs von EspaceSuisse – die Themen:

  • Worin bestehen die Aufgaben der Raumplanung?
  • Welche Instrumente gibt es? Und wie hängen diese mit Energiefragen zusammen?
  • Welche Rolle spielt der Schutz von Umwelt, Landschaften und Ortsbildern bei Energievorhaben?

Ziel & Zielgruppe: Das Verständnis der Fachleute aus dem Energiebereich (Privatwirtschaft, Bundes-/Kantons-/Gemeindeverwaltungen) zu stärken und die Zusammenarbeit zu erleichtern.

Veranstaltungsort: EspaceSuisse in Bern

Termine:  29. Mai 2026 (Französisch), 05. November 2026 (Deutsch)

Infos & Anmeldung: Kurs Einführung in die Raumplanung für Energiefachleute

Bildnachweis

Headerfoto: Payerne © Agence JoBersier

Foto Editorial: Daphné Rüfenacht

Foto Praxisbeispiel Rheinfelden: © RPM Media Production GmbH/Markus Raub

Foto Praxisbeispiel Payerne: Payerne und die Broye © Agence JoBersier

Foto Neue Faktenblätter: Bundesamt für Umwelt BAFU

Foto Temporäre Projekte: EnergieSchweiz

Foto LEG-Modell: Trägerschaft

Foto Certificate of Advanced Studies: HES-SO Valais-Wallis

nach oben