Im Zuge der Reffnet-Beratung im Jahr 2021 wurden unter dem Gesichtspunkt von Ressourceneffizienz und Umweltschonung zirkuläre Ansätze identifiziert – mit Erfolg: Seit 2024 und noch bis 2026 realisiert die Gemeinde das Projekt «Umrüstung der öffentlichen Strassenbeleuchtung auf LED». Damit könnten laut Planung rund 330 Millionen Umweltbelastungspunkte (UBP) vermieden und 168 Tonnen CO₂ eingespart werden.
Auf dem gesamten Gemeindegebiet von Muri bei Bern werden die bestehenden Strassenleuchten durch stromsparende LED-Leuchten ersetzt. Rund 90% der Kandelaber können weiterverwendet werden, nur 10% müssen komplett erneuert werden. Gleichzeitig rüstet die Gemeinde über 1'000 Leuchtpunkte mit moderner LED-Technologie und mit Bewegungssensoren aus. Die Strassenbeleuchtung leuchtet künftig nur dann in voller Stärke, wenn sie tatsächlich benötigt wird. Dadurch sinkt der Stromverbrauch um bis zu 90%, und auch die für Mensch, Tier und Flora schädlichen Lichtemissionen werden deutlich reduziert. Alle Leuchten kommen in warmweissem, insektenfreundlichem Licht zum Einsatz.
Die Sanierung und Wiederverwendung der Kandelaber schont sowohl wertvolle Ressourcen als auch das Gemeindebudget: Im Vergleich zu einem vollständigen Neubau spart Muri bei Bern geschätzt rund 290'000 CHF.
Fakten
- 1'226 Leuchten werden ersetzt, darunter 64 Sonderleuchten (Unterführungen, Poller, Strahler etc.).
- Bei 222 Leuchten ersetzt warmes LED-Licht (2'200 Kelvin) das bislang kalte (4'000 Kelvin).
- 1'566 Steuerkomponenten werden für ein optimiertes Lichtmanagement installiert.
- 180 Kandelaber werden am bestehenden Mast saniert.
- 103 Kandelaber werden in ihrer Höhe angepasst, um die Ausleuchtung zu optimieren.
- 89 Kandelaber-Fundamente werden repariert, ersetzt oder neu erstellt.